Heute ist Mittwoch und wir haben noch 2 Tage auf dieser Insel. Ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass hier nicht mehr viel passiert. Die wesentlichen Highlights haben wir gesehen und es wird wohl mehr auf Relaxen und Strandleben hinauslaufen. So wie es aussieht schaffe ich tatsächlich noch ein Buch in diesem Urlaub.
Ich weiß nicht, ob ich morgen noch was schreibe, insofern wäre dies der richtige Moment für ein Resümee.
Trotz reichlicher Planung blieben bis zur Anreise eine ganze Reihe von Fragen offen, die mittlerweile beantwortet wurden.
War es die richtige Entscheidung? Unbedingt! Ein solches Fleckchen Erde habe ich vorher noch nicht gesehen. Das was man hier zu sehen bekommt, gab es bisher nur auf den Bildtapeten der 70er. Traumstrände, eine subtropische grüne Vegetation und freundliche Menschen.
Welche Inseln, wie lange? Für mich ist Praslin der gelungene Mix aus Größe, Ursprünglichkeit und Stranderlebnis. La Digue ist winzig und hat noch einen gewissen Zauber, wobei die Strände mehr was fürs Auge sind. Mahé als Hauptinsel ist deutlich trubeliger und die Strände kommen bei weitem nicht an die der anderen beiden Inseln heran. Würde ich nochmal planen, würde ich Mahé an den Anfang legen und die Anzahl der Übernachtungen reduzieren. Aber das ist vermutlich Geschmacksache.
Ist das Badeurlaub? Ja, aus meiner Sicht ist das Badeurlaub. Ich war in den letzten 3 Jahren nicht so viel im Wasser wie in den letzten zweieinhalb Wochen, aber das ist bei Temperaturen von 24°C auch nicht schwierig, Hier auf Mahé haben wir intakte Korallen mit wunderbaren bunten Fischen gesehen, ein tolles Erlebnis. Sicher, man kann hier die ein oder andere Tour im Inland machen, aber nicht zuletzt aufgrund der Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit setzt sich früher oder später das seychellische Lebensgefühl durch und man lässt es ruhig angehen.
Kreolische Küche? Ein Mix aus den Küchen der verschiedenen Ethnien die hier leben, indisch, kreolisch, afrikanisch. Ja stimmt, ist aber auf Dauer nicht so meins. Das worauf ich mich jetzt am meisten freue, ist ein deutsches Frühstück.
Seychellen, ein teures Reisziel? Jein. Es gibt hier Selbstversorger-Unterkünfte ab 70,– EUR pro Nacht. Da muß man a) schauen wie die Lage ist und b) wissen, dass sich die Lebensmittelbeschaffung im wesentlichen auf die kleinen indischen Supermärkte beschränkt. Frisches Obst und Gemüse gibt es häufig am Straßenrand, Quellen für frischen Fisch habe ich gar nicht gefunden. Take Aways sind eine günstige Alternative, bieten aber meistens das gleiche Angebot und kann ich mir für 2 Wochen nicht dauerhaft vorstellen. Essen im Restaurant bewegt sich auf gehobenen deutschem Niveau. Will man es nett haben (B&B oder Resort) ist man schnell bei über 200,– EUR die Nacht, nach oben keine Grenze. Von daher: Ja, eher ein teures Reiseziel.
Würden wir wiederkommen? Vermutlich nicht als alleiniger Urlaub, aber wenn es auf dem Weg liegt – ich habe allerdings noch kein Reiseziel gefunden wo es auf dem Weg liegt – eine Insel für 5 Tage im Resort könnte ich mir vorstellen.
Ich möchte den aktuellen Blog an dieser Stelle beenden. Morgen werden wir uns noch einen Tag den Pelz wärmen, bevor es zurück geht ins kühle Deutschland. Einiges ist mir allerdings auch in diesem Urlaub wieder klar geworden. Egal wie schön es in der Welt ist, ich fahre immer wieder gerne zurück nach Hause.
