Heute werden wir Praslin verlassen und das erste Kapitel unseres Seychellen-Urlaubs schließen. Dafür beginnt mit La Digue der zweite Teil der Reise. Wir haben gestern Abend bereits die Koffer gepackt und mittlerweile gefrühstückt. Das Bad davor fällt aus, da Ebbe ist und man relativ weit rauslaufen muss um nass zu werden. Wir verabschieden uns von Murna der guten Seele der Anlage und los geht’s zum Fährhafen. Dort geben wir den Hyundai wohlbehalten ab, ich erhalte mein Seepferdchen für den seychellischen Straßenverkehr und dann haben wir noch 15 min. bis zum Eintreffen der Fähre.
Die Tabletten dich ich seit gestern nehme sind super und ich fühle mich schon deutlich besser. Dummerweise habe ich seit dem Hantieren mit den Koffern heute morgen eine Blockade im Lendenwirbelbereich (Hexenschuss), d.h.der Schmerz konzentriert sich an anderer Stelle im Körper. Manchmal frage ich mich, wer in einigen Tagen seinen runden Gebrtstag feiert.
Die Fähre ist deutlich kleiner als beim ersten Mal, das gleiche gilt aber auch für die Insel und auch die Überfahrt dauert nur eine Viertelstunde.
Für die nächsten Tage haben wir es mal krachen lassen und mit dem Domain de l’Orangerie das beste Haus am Platze gebucht. Gut, am Platze ist hier nicht besonders groß – La Digue hat eine Fläche von gerade mal 9,8 km2 – aber trotzdem, die Anlage ist schon ein Hit. Sie liegt knapp 500 m neben dem Jetty, aber bei unserer Anunft wartet bereits das Empfangskommitee am Pier. Von da ab tragen sie uns dann den Hintern bzw. die Klamotten hinterher. Es folgt Einchecken der besseren Art mit feuchten Tüchern und erfischendem Lemongrass Tea. Wir sind bereits vor 11 Uhr mit allem durch, können aber nicht vor 13:00 Uhr auf unser Zimmer. Also bekommen wir einen Satz Badelaken und ab geht’s Richtung Pool wo wir uns von den Strapazen der Anreise erholen können. Mittags gibt es einen kleinen Snack im Restaurant, Oktopussalat und Tintenfischringe.
Gegen 13:45 Uhr fragen wir mal nach unserem Zimmer, welches auch gerade fertigt wird. Die Anlage besteht aus Doppelapartments die im unteren Teil im Garten angelegt sind und sich, je weiter man nach oben kommt – gilt für die Lage, aber auch für den Preis – in den Wald integriert wurden, der sich einen Hügel hinaufzieht. Der Transport innerhalb der Anlage erfolgt mit Elektro Caddys die einen entspannt den Berg hinauf bringen.
Das Zimmer hat Charme! 75m2 lässige Eleganz, viel mit dunklen Hölzern und Naturstein. Das Bad außen ungefähr nochmal so groß mit Doppelwaschtisch und riesiger Regenschauerdusche, die Ihren Namen endlich mal verdient. Nach vorne rauss bodentiefe Fenster mit einer großen Holzveranda, von der man sogar Ausblick auf das Meer hat! Das ist in diesem Fall nicht nur eine Frage der Preiskategorie, denn selbst in den oberen Rängen steht schon mal der ein oder andere Baum im Weg. Überhaupt wirkt das Apartment wie ein Baumhaus, okay, Edel-Baumhaus. Da haben wir mal wieder alles richtig gemacht.
Nachdem wir uns hier eingerichtet haben, beschließen wir, den Rest des Tages am Pool zu verbringen und machen uns auf den Weg. Der Erste der uns über den Weg läuft, ist die eine Hälfte von Klaus & Klaus. Ich hab’s gewusst, die Jungs sind auch hier.
Als wir das Hotel gebucht haben, hatte ich über meinen Booking.com-Firmenaccount ein super Angebot inklusive Halbpension, welches unser Veranstalter nach Rückfrage dann auch anbieten konnte. Von daher sind wir was das Thema Abendessen angeht ganz entspannt. In der Anlage gibt es zwei Restaurants, ein a la carte Restaurant wo wir bereits heute mittag unseren Snack hatten, und zusätzlich noch ein weiteres Restaurant, wo das Frühstück serviert wird und das Abendessen in Buffetform. Das Thema wechselt täglich, heute steht Kreolisch auf dem Programm, was wir die letzten Tage reichlich hatten, daher entscheiden wir uns für a la carte und rerservieren einen Tisch für den Abend. Wir haben noch eine Einladung zu einem Sundowner zusammen mit Klaus & Klaus, aber die verschieben wir auf den nächsten Abend. Erstens findet der Sonnenuntergang aufgrund des bedeckten Himmels quasi nicht statt und zweitens wollen wir uns vor dem Essen nochmal ausgiebig frisch machen. Als wir nach dem Essen urück aufs Zimmer kommen, waren die fleißigen Hände bereits hier, haben die Ambientebeleuchtung eingeschaltet, die Duftkerzen angezündet und den Baldachin zum Schutz der Mücken über dem Bett geöffnet. Die Matrazen sind deutlich weicher als in der Unterkunft zuvor und somit steht einem entspannten Ausklang unseres ersten Tags auf La Digue nichts im Wege.
