Team2-On-Tour

Neulich im Paradies

Es ist wieder so weit, wir gehen auf Reise. Also so richtig, mit 10 Stunden Flug, Geld tauschen und fremde Kulturen. Diesmal geht es auf die Seychellen – aber alles der Reihe nach.
Alljährlich im Februar wenn Bine ihren Geburtstag feiert versuchen wir, uns abzusetzen – man selbst hat ja am wenigsten von solchen Feiern. Da es in diesem Jahr zudem ein runder Geburtstag ist, sollte es etwas besonderes sein und so führte  die Auswahl des Reiseziels über die Malediven und Safari in Afrika (beides kaum zu bezahlen wenn man es nett haben möchte) letztendlich zu den Seychellen.

Bei der Planung stießen wir relativ schnell auf Seyvillas, einen spezialisierten Reiseveranstalter der auf seiner Homepage eine Fülle von Informationen bereistellt. Unterkünfte mit Lageplänen und Verlinkung zu Tripadvisor. Strände in der Nähe die in kurzen Drohnen-Videos vorgestellt werden und jede Menge Tipps zu Land, Leute und Unternehmungen. Irgendwann im letzten Sommer stand sie dann fest unsere Reise: 3 Inseln (Praslin, La Digue, Mahé) in zweieinhalb Wochen.
Gestern morgen ging es Richtung Frankfurt, wo wir einen A380 von Emirates bestiegen. Super Verflegung, super Getränkeauswahl und super Entertainment-Programm lassen die 6,5 Stunden bis Dubai wie im Flug vergehen. Von da aus ging es noch 4,5 Stunden weiter nach Mahé, während der wir versuchen, etwas zu schlafen.
Ankunft in Mahe ist gegen 7:00 Uhrzeit, in Deutschland ist es jetzt Mo. 04:00 Uhr morgens. Über die Frontkamera des Airbus, kann man das Ganze sehr gut verfolgen. Eine Landebahn, die man an den Küstenstreifen angeflanscht hat, das wars. 

Als sich die Tür des Fliegers öffnet trifft uns ein Schwall warmer, feuchter Luft, es geht zu Fuss über das Rollfeld bis zu dem kleinen Gebäude, hinter uns das Küstenpanorama der Seychellen. Nachdem wir diese Eindrücke auf Film festgehalten haben, sind wir  nun die letzten in der Schlange der Einreisenden. Nach ca. 30 min. sind wir durch, tauschen unsere ersten Seychellen Rupies und treffen den örtlichen Veranstalter der uns und andere Mitreisende mit einem Minibus zur Fähre bringt. Mahe ist die größte der 3 Hauptinseln, hier befindet sich der Flughafen und da wir von hier wieder zurückfliegen, haben wir diese Insel an den Schluss unserer Reise gelegt. Jetzt geht es erst einmal weiter nach Praslin.

Hier geht alles eine Spur langsamer als bei uns, daher hat man auch reichlich Zeit zwischen Ankunft am Flughafen und Abfahrt der Fähre einkalkuliert. So haben wir jetzt 90 min. Zeit bis zur Abfahrt. Ganz schön heftig, wenn man überlegt, dass wir in den letzten 24 Stunden ungefähr 3 Stunden geschlafen haben. Wir suchen uns ein Restaurant und nehmen unseren ersten frischen Fruchtsaft und damit es nicht zu langweilig wird, fängt es plötzlich an zu regnen. Feiner Nieselregen bei 25 Grad, echt irre.
Die Überfahrt dauert 1 Stunde, da wir die Economy Class gebucht haben, dürfen wir im Erdgeschoss im Innenraum Platz nehmen. Das Oberdeck ist für die Business Class reserviert. Dafür hat man bei uns den Raum auf gefühlte 5 Grad runtergekühlt. Aber auch diese Stunde ist irgendwann vorbei und wir betreten Praslin, wo wir unseren Mietwagen in Empfang nehmen.

Einen Hyundai i10 mit Automatik und Nähmaschinenmotor mit kraftvollen 67 PS haben wir reserviert, also bestens ausgestattet. Ein Trolley in den Kofferraum – voll. Der zweite auf die Rückbank – auch voll. Dann kann es losgehen, unser Abenteuer im seychellischen Straßenverkehr, wo sich im Gegensatz zu Deutschland alles links abspielt. Eigentlich kein Problem, wenn man sich vor jeder Aktion kurz konzentriert. Ist aber schwierig wenn es mal schnell gehen muss und nach unserer Anreise sowieso. Wo bei uns der Blinker ist, ist hier der Schalter für den Scheibenwischer und umgekehrt. Man kann sich vorstellen, wie die Fahrt verlaufen ist.
Auf unserer Fahrt zur Unterkunft müssen wir einmal quer über die Insel. Das hört sich schlimmer an als es ist, denn Praslin hat eine Ausdehnung von 12 x 5 km, allerdings stellen sich unterwegs einige Berge in denWeg, die den Hyundai an den Rand seiner Leistungsfähigkeit bringen. Zum generellen Zustand der Straßen, schreib ich später noch ausführlicher.
Unsere Unterkunft ist so, wie wir sie uns vorgestellt habe – ein Träumchen! Ein kleine Anlage mit 5 Zimmern, kleinem Pool und direktem Zugang zum Strand, kreolisch bunt eingerichtet. Die Besitzerin hat eine Kunstargentur, und so hat sie jede Menge bunter Gemälde – vorzugsweiße Fische – untergebracht.

Es ist jetzt 12:00 Uhr Ortszeit und bei mir setzen jetzt langsam Kopfschmerzen ein, eine Folge des Schlafentzugs. Nachdem wir die Koffer ausgepackt haben, besorgen wir die ersten Getränke und eine Kleinigkeit zu essen und dann geht es ab an den Strand. Jetzt heißt es möglichst lange wach bleiben, damit wir nicht zwischen den Zeiten landen. Irgendwie schaffen wir es bis 19:00 Uhr! Wir sind jetzt seit 33 Stunden auf den Beinen und fallen endlich in einen komatösen Schlaf.

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