Team2-On-Tour

Das Wetter kann auch schön

Der heutige Morgen ist der Wendepunkt, kein Regen, keine Wolken. Jetzt geht’s mit strammen Schritten Richtung Hauptsaison. Zeit mal ein paar Fotos vom Resort im Sonnenlicht zu schießen.

Wir haben uns für heute einen Wagen gemietet, der um 10:00 Uhr angeliefert wird. Toyota Yaris, Ferrari-Rot mit Alufelgen, 120.000 km gelaufen, ungewaschen.

Als freundliche Leihgabe spende ich meinen Reisepass, der im Safe des Resorts verschwindet. Das ist leider gängiges Procedere in den meisten Ländern Südostasiens und gibt dem Verleiher die Gewissheit, dass er im Schadensfall seine Kohle bekommt. Umgekehrt haben sie Dich aber auch ein Stück weit in der Hand. Wer das eine will, muss das andere mögen.

Heißt also defensiv fahren und gut aufpassen. Als Unterstützung schalte ich die Sirene scharf, die auch direkt am Ortsausgang laut und deutlich anschlägt. Ein Pick-up rollt langsam aber zielstrebig rückwärts aus einer Einfahrt auf die Straße. Offensichtlich hat er die rote Knutschkugel nicht im Blick. Für den Rest des Tages verläuft aber alles problemlos.

Als erstes geht es in die nördlichste Ecke der Insel, wo die Fähren anlegen. Sala Den ist eines der Zentren auf der Insel mit einem kleinen Stadtkern und jeder Menge Restaurants und Unterkünfte entlang der Küstenlinie. Heute Mittag wirkt der Ort, der bekannt ist für sein gutes Seafood, vergleichsweise ausgestorben, aber ich denke am Abend kann es hier echt nett sein. Zuerst müssen wir uns um Bargeld kümmern. Da wir all das was wir im Resort konsumieren, auf den Bungalow schreiben lassen und bei der Abreise per Kreditkarte bezahlen, hat das Geld welches wir in Bangkok getauscht haben bis jetzt gereicht. Wir finden einen Geldwechsler, tauschen ein paar Euro die bis zum Ende der Reise reichen sollten und ziehen weiter. An der Waterfront liegen einige nette Cafés und wir wählen eines, das von 2 Künstlern betrieben wird. Im Raum der sich zum Wasser hin öffnet hängen jede Menge schräge Malereien. Der kalte Kaffee mit Milch ist super und erfreuen uns an der Aussicht auf der Terrasse.

Auf dem Weg zurück stoßen wir auf verschiedene Restaurants die Seafood im Angebot haben. Die Ecke ist etwas außerhalb des Stadtkerns und mit jedem Schritt wird es, wie häufig in Thailand, zunehmend schmuddeliger. Trotzdem haben alle Restaurants super Bewertungen. Wäre eventuell was für den Abend, aber realistisch betrachtet möchte ich im Dunkeln nicht mit dem Leihwagen durch die thailändische Gegend eiern. Früher war ich da auch anders.

Wir gehen zurück zum Auto und machen uns auf den Weg in den Süden. Weit unten – das bedeutet 12 km – liegt Old Town, das zweite größere Örtchen auf dieser Insel. Der Weg führt durch grüne Landschaft, das Wasser liegt weit hinter den Mangrovenwäldern entlang der Straße. Der Ort hat ähnlich viel Charme wie Sala Den und das gleiche touristische Angebot.

Wir erstehen einige handverzierte Stäbchen für den täglichen Gebrauch und suchen uns anschließend ein Restaurant zum Essen. Alle Gebäude sind hier schmal und lang, das heißt man wandert durch den kompletten Laden, bis man auf der Terrasse ist und was einen dort erwartet ist vom Eingang her erst einmal nicht zu erkennen. Wir unternehmen also 3 Wanderungen, bis wir die Terrasse gefunden haben, die uns vorschwebt. Das Essen ist hervorragend, ebenso die Aussicht.

Von hier aus kann man noch etwas weiter in den Süden fahren, aber es gibt keine Straße, welche die Insel umrundet. Also geht es einige Kilometer zurück und dann quer über die Insel zur Westseite, an der unser Resort liegt. Unterwegs halten wir noch an einem großen Haushaltswarengeschäft um ein kleines Küchenutensil zu erstehen mit dem sie hier immer die schönen Zacken in das Gemüse schneiden. Haben wir gestern im Kochkurs kennengelernt.

2 Kilometer vor unserem Resort legen wir nochmal einen Stopp ein, um zum Strand zu gehen. Es gibt einige Bars, aber der Strand ist eher eine Enttäuschung. Da es am Himmel dunkel aufzieht treten wir den Rückzug an, trotzdem erwischen uns am Auto die ersten Tropfen. Als wir im Wagen sitzen, öffnen sich die Schleusen und es kübelt vom Himmel, so dass das Wasser nach kurzer Zeit auf der Straße steht und man selbst bei rotierenden Scheibenwischern kaum noch was sieht. Leider muss ich, bevor wir den Wagen wieder abgeben noch etwas Sprit nachfüllen. Wir finden eine kleine Tanke am Weg, allerdings ist die Überdachung mehr Kosmetik. Ich setze den Fuß nach draußen und die Sandalette steht knietief im Wasser. Ist aber warmer Regen. Als wir unser Resort erreichen, ist der Spuk vorbei.

Morgen geht es allmählich auf die Heimreise, letzter Abend also. Direkt neben unserem Bungalow gibt es ein kleines Restaurant, welches wir immer mal passiert aber nie ausprobiert haben. Auch jetzt sind wir immer noch pappensatt, es gibt allerdings Gin Tonic für umgerechnet 2,50 EUR. Wir verbiegen uns also schön den Helm und lassen den Urlaub nochmal Revue passieren. Fazit kurze Version: Voll geil! Fazit etwas längere Version: Hätten wir heute die Möglichkeit nochmal von vorne anzufangen, würden wir es genau wieder so machen. Weitere Details können wir gerne mal in Einzelgesprächen diskutieren.

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