Im ständigen Bemühen immer mal was Neues zu machen, haben wir uns für heute Chinatown (hatten wir schon mal) den Lumpini Park und Dusit Grand Central ausgesucht.
Wir starten wieder mit dem Local Boat – sie schreien immer noch – und fahren bis zum Sathorn Pier. Von da aus geht es mit dem Skytrain, ein weiteres Transportmittel zur Vermeidung der ständigen Staus auf Bangkoks Straßen, bis zum Viertel Dusit mit seinen Hochhäusern. Hier befindet sich mit dem Central Park ein weiterer Konsumtempel. Ich schau mal kurz im Flagship Store von Polo Ralph Lauren vorbei, aber sofort kleben 2 Thais die offensichtlich Umsatzdruck haben an meinen Hacken. Da der Kaschmirpulli für umgerechnet 695,– Euro in meiner Größe nicht mehr da war, ziehen wir zügig weiter. Unser eigentliches Ziel ist die 6. Etage. Dort hat vor 2 Monaten der Sky Garden eröffnet. Hier kann man auf hölzernen Wegen durch eine grüne Oase schlendern und nebenbei den Ausblick auf die Hochhäuser ringsum genießen.




Nachdem wir hier fertig sind, geht es wieder runter ins Basement. Wir besorgen uns in einer französischen Bäckerei 2 gekühlte Kaffee mit Orangensaft und 2 Muffins to go und ab geht es in den Lumpini Park, die grüne Lunge Bangkoks.

Er ist am ehesten vergleichbar mit dem Central Park in New York, wenn auch nicht so groß. Immerhin kommt er auf eine Gesamtfläche von gut 57 Hektar. Es gibt eine 2,5 km lange Laufstrecke mehrere kleine Seen, auf denen man Tretboot fahren kann und halt sehr viel Grün. Wir suchen uns eine Bank im Schatten und verputzen unsere Muffins und den Kaffee. Anschließend schlendern wir ein wenig durch den Park.
Die Tretboote in Form kleiner Quietscheentchen sehen süß aus und wir überlegen kurz, eins zu mieten. Allerdings ist heute Sonntag und die Schlange an der Kasse entsprechend. Wir beschließen daher, den letzten Punkt von gestern abzuarbeiten – Chinatown.

Auf dem Weg zurück zum Skytrain stoßen wir auf eine U-Bahn Station und ein kurzer Check zeigt uns, dass eine der Linien direkt im Zentrum von Chinatown hält. Coole Idee, haben wir bisher noch nicht gemacht. Es geht mehrere Etagen in die Tiefe, hier unten ist es angenehm kühl und die U-Bahn lässt nicht lange auf sich warten. Es sind nur 4 Stationen, die Bahn ist pfeilschnell und so sind wir in kürzester Zeit in Chinatown und das für ganz kleines Geld.
Chinatown – eine Stadt inmitten einer Stadt. Wir haben das Viertel bereits 2011 alleine und 2019 im Rahmen einer City-Tour besucht. Das Ganze ist so beeindruckend, dass man das durchaus immer wieder mal machen kann. Es ist eines der größten Chinatowns weltweit, wo es alles gibt, was der Chinese so braucht. Geschäfte, Restaurants, Tempel und Markthallen. Die Kombination aus Optik und Geruch ist oftmals grenzwertig und viel Dinge habe ich vorher so noch nicht gesehen. Wir schlendern gute 2 Stunden durch die engen Gassen und lauten Straßen, und erstehen irgendwo ein paar neue Chop Sticks. Das Verkaufsgespräch ist angenehm, wir können ein wenig feilschen und am Ende lichtet der Verkäufer seine zufriedene Klientel auch noch höchstpersönlich ab.





Gegen 17:00 Uhr treten wir den Heimweg an, wir haben ja gestern gelernt, dass es irgendwann eng wird. Diesmal haben wir Glück und erwischen noch ein Local Boot gegen 17:30 Uhr. Der Kahn ist proppevoll, aber wir ergattern noch 2 Sitzplätze zur Uferseite hin. 2 Stationen vor Wat Arun werden auf der gegenüberliegenden Seite 2 Plätze frei und wir wechseln blitzschnell, bevor neue Gäste zusteigen. Wir sitzen nun richtig für den Sonnenuntergang hinter dem Wat Arun. Auf den Roof Top Bars am Ufer ist das letztlich um einiges teurer. Am Wat angekommen, reduziert der Kapitän die Geschwindigkeit und bleibt direkt gegenüber dem Tempel liegen. Die Linse glüht.

Ich denke mir noch, ist ja eine coole Geste gegenüber den Touristen, aber da habe ich den Thai deutlich überschätzt. Als sich nach ca. 10 Min. ein Touristenboot nähert und beidreht wird mir klar: Unser Kutter ist verreckt.
Das Touristenboot schleppt uns zur nächsten Anlegegestelle gleich um die Ecke und wir steigen kurze Zeit später in das nächste Local Boat um. Der Kahn ist jetzt richtig voll. Mit gefühlt 300 Fotos vom Tempel lässt sich das aber gut aushalten.
Wir beenden den Tag mit einer kleinen Mahlzeit in unserem Viertel, einem Absacker in der Lounge des Hotels direkt am Fluß und ab geht es in die Kiste. Morgen geht es weiter nach Ko Lanta und der Flug geht um 07:35 Uhr. Das heißt der Wecker klingelt um 04:00 Uhr. Urlaub eben.
