Team2-On-Tour

Die immer wieder lange Anreise

Vor die Urlaubsfreude hat der Reisegott erst einmal die Lufthansa gesetzt. Mit den Jahren haben wir  was das Reisen angeht, so unsere Vorlieben und Vorgehensweisen etabliert. So zum Beispiel Frankfurt als Sprungbrett für unsere Fernreisen. Vergleichsweise schnell zu erreichen, meiner Meinung nach deutlich angenehmer als Düsseldorf und wenn man zeitig bucht gibt es zum Early-Bird-Tarif einen Parkplatz am Terminal.
Was die Airline betrifft, so entscheidet immer noch der Preis. Diesmal ist es Swiss Air, wobei wesentliche Teile durch die Lufthansa durchgeführt werden. Beim Gang durch den Flieger denke ich zum wiederholten Mal über Premium Economy nach. 2 statt 3 Sitze und einiges mehr an Beinfreiheit, aber am Ende ist Mann wieder zu geizig. Also zwängen wir uns in Reihe 37 und versuchen, es uns einigermaßen bequem zu machen. Sowohl Essen, als auch Entertainment sind im Vergleich mit Emirates und Singapur Airlines eher schwach, daher bestellen wir uns zum Schluß noch ein Glas Wein, werfen eine Reisetablette ein und verschlafen den meisten Teil der Reise. Die Dinger haben wir 2016 das erste Mal eingesetzt, als wir uns im Auto durch den Himalaya kurven ließen. Eigentlich sollen sie beruhigen, das tun sie allerdings so gut, das ich regelmäßg 5-6 Stunden am Stück schlafe. Als wir wieder wach werden, gibt es bereits  Frühstück und danach sind es noch 90 min. bis zur Landung.
Jetzt brauchen wir noch einmal gute 60 min. bis zur Einreise. Wir besorgen uns etwas Geld und Mückenschutz (kauft man am besten vor Ort) und weiter geht’s zum Mietwagen-Schalter. Wir haben uns für die nächsten 3 Wochen für einen SUV mit Automatik entschieden. Man gönnt sich ja sonst nichts. Außerdem möchten wir den Elefanten bei der Fahrt gerne in die Augen sehen. Da man aber immer nur die Klasse buchen kann, bleibt es bis zum Schluß spannend, welcher Schlüssel am Ende auf dem Tisch liegt. Diesmal wird es ein Nissan X-Trail – geht schlechter.
Wir verlassen den Parkplatz, ich taste mich wieder langsam an den Linksverkehr heran und die Faht geht Richtung Franschhoek, unserem ersten Ziel.
Etwa 70 km östlich von Kapstadt liegt das wohl bekannteste Weingebiet Südafrikas mit den Städten Stellenbosch, Paarl und Franschhoek. Eine Vielzahl bekannter Weingüter und 16 der 20 besten Restaurants Südafrikas liegen in dieser Gegend. Unserer Meinung nach ein guter Start. Kapstadt selbst werden wir erst zum Ende der Reise besuchen. Franschhoek ist der kleinste und beschaulichste Ort der Gruppe, und wir haben relativ spät noch unsere bereits in Stellenbosch gebuchte Bleibe storniert, um hier zu wohnen.
Wir erreichen den Ort gegen 11:00 Uhr, machen erste Besorgungen und können bereits unser Gepäck in der Unterkunft deponieren. Beim ersten Gang durchh den Ort wird schnell klar, dass dies die absolut richtige Entscheidung war. Sehr kuschelig, tolle kapholländische Architektur und alles super sauber.
Da ich auf das Lufthansa-Frühstück heute morgen weitestgehend verzichtet habe, gönnen wir uns einen kleinen Snack in der Tuk Tuk Microbrewery, wo neben Tex Mex-Speisen selbst gebrautes Craft Beer serviert wird. Anschließend haben wir die nötige Bettschwere, um uner Zimmer zu beziehen und noch ein paar Stunden zu schlafen.
Der Rest des Tages läuft unter dem Motto Weiterbildung. Was unterscheidet südafrikanischen von deutschem Weißwein, und warum schmeckt der Chardonnay hier so komplett anders?
Für den Abend haben wir bereits von zu Hause aus eine Reservierung in einem indischen Restaurant gebucht. Eine gute Entscheidung, denn der Laden ist komplett ausgebucht und nach dem Essen wissen wir auch warum. Das beste indische Essen außerhalb Indiens – Originalton Bine.
So geht der erste Tag auf diesem Kontinent langsam zu Ende, während ich an diesem Blog schreibe und meine Frau mit Schlafbrille vor sich hin schnarcht. Morgen gibt’s mehr.

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