Team2-On-Tour

Sapa 1. Tag – Mit dem Nachtzug in den Norden

Dienstag, 10. November

Für heute Abend sind wir auf den Nachtzug nach Lao Cai gebucht, Endziel ist Sapa im Norden, nahe der chinesischen Grenze. Wir haben ein 4-Betten-Abteil für uns alleine, also den maximal möglichen Komfort. Beim Betreten des Abteils habe ich kurzfristig den Eindruck, es sitzen bereits mindestens 10 Leute dort, so warm ist es. Innerhalb weniger Minuten haben wir das meiste der zu uns genommenen und teilweise teuer bezahlten Flüssigkeit wieder ausgeschwitzt. Nachdem der Zug anfährt, funktioniert auch die Klimaanlage und dank des Pflaumenlikörs zusammen mit Joe am Abend, haben wir dann doch noch eine relativ angenehme Nacht.

Ankunft ist morgens 5:30 Uhr in Lao Cai, wo wir von unserem neuen Guide Hung in Empfang genommen werden. Ab ins Tour Office, ein wenig frisch machen, einen grünen Tee und eine Nudelsuppe und relativ frisch gestärkt geht es in den nächsten aufregenden Tag.

Mittwoch, 11. November

Dieser wird warm und sonnig, was – wie uns unser Guide bestätigt – um diese Jahreszeit hier eher Glücksache ist, aber man muss auch mal Glück haben. Geplant ist eine Fahrt zu zwei Märkten in der Umgebung incl. Mittagessen. Der erste Markt den wir gegen 7:30 Uhr erreichen, ist sehr ursprünglich und von Touristen keine Spur. Eigentlich wollen wir uns bei dieser Gelegenheit die ethnischen Minderheiten ansehen, aber wir haben den Eindruck, es ist eher anders herum. Durch Körperbau und Haarfarbe fallen wir natürlich direkt auf und es entsteht sofort eine Menschentraube um uns herum. Unter Anleitung unseres Guide der übersetzt, probieren wir Mais- und Reiswein sowie Stickie rice cake (Klebreis in Öl gebacken).

Markt ist in dieser Gegend neben der Grundversorgung auch als kommunikatives Happening zu sehen. Es gibt alle Dinge des täglichen Bedarfs, Kräuter, Gemüse, tote und lebende Tiere oder Teile davon (von den toten) aber eben auch Alkohol sowie das vietnamesische Pendat zur Würstchenbude. Auf dem Weg zum nächsten Markt verlieren wir ca. 1,5 Stunden, da die Straße direkt vor uns aufgrund eines Unfalls gesperrt ist. Das ist zwar nicht geplant, gibt uns aber die Möglichkeit zu beobachten wie ca. 20 Schaulustige zu Hilfspolizisten mutieren und versuchen, den Unfallhergang mit aufzuklären. Vermutlich auch so etwas wie ein Happening in dieser Gegend..

Der zweite Markt ist um einiges größer und von Touristen frequentiert, bietet jedoch die Möglichkeit die Minderheit der Flower Hmong zu treffen, die durch Ihre farbenfrohe Kleidung auffallen. Sämtliche Eindrücke zu schildern, die wir an diesem Tag aufnehmen, würde diesen Blog sprengen, aber es ist schon etwas ganz besonderes.

Am Nachmittag erreichen wir dann unser Quartier in Sapa, auf 1.600 m Höhe, von wo aus wir am nächsten Tag zur ca. 15 km entfernten in den Bergen gelegenen Eco Lodge aufbrechen wollen. Und wieder geht ein aufregender Tag zu Ende, diesmal mit vietnamesischem Salat, Frühlingsrollen, Ente mit Honig und Gemüse sowie einigen Flaschen Tiger Beer :o)))

2 Gedanken zu „Sapa 1. Tag – Mit dem Nachtzug in den Norden“

  1. hallo, ihr beiden. verfolgen mit grossem interesse euer tagebuch.informieren taeglich agnes. sie ist sehr beeindruckt von dem reiseverlauf und immer sehr gespannt auf den naechsten bericht, wir auch.
    weiterhin eine gute zeit und noch viele tolle erlebnisse mit vielen bildern.
    die volmarsteiner.

  2. Hallo Matthes, hallo Sabine, macht mächtig Spaß, euer Reisetagebuch nachzulesen. Ist zwar nicht unsere (meine) Welt, aber Steffi liegt mir schon jetzt in den Ohren. Tiger- statt Kristall-Weizen-Bier… Ich weiß nicht! Und dann noch Kaffee, der besser als unser sein soll? Aber Steffi geht es eh nur um den "grünen" Tee. Also bringt bloß welchen mit, damit mir der Trip in den Osten erspart bleibt 😉 LG aus der Klingenstadt und weiterhin Gute Reise wünschen Steffi & Holger

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