Team2-On-Tour

Tra le rovine di Pompei – In den Ruinen Pompejis

Die Ruinen von Pompeji werden ergänzt durch die Ausgrabungsstätte Herculaneum (Ercolano) einige Kilometer von hier. Diese ist um einiges kleiner, aber besser erhalten. Bei unserem letzten Besuch 2003 haben wir in völliger Selbstüberschätzung ein Kombiticket für beide Ausgrabungsstätten gekauft. Dies hatte zur Folge, dass wir nach Ercolano gegen 17:00 Uhr, kurz vor Toresschluss, in Pompeji aufgeschlagen sind. Gut, da zu diesem Zeitpunkt die meisten Touristen bereits weg waren; schlecht, da die Ruinen um 19:00 Uhr schließen und wir das Ganze nur kurz anreißen konnten. Für heute haben wir uns daher Tickets mit einer Führung durch einen deutschsprachigen Guide gebucht.

Pompeji liegt direkt am Fuße des Vesuvs und war von daher schon immer latent gefährdet. Heute weiß man, dass sich bei einem großen Erdbeben 62 n. Chr. wohl ein Pfropf im Inneren des Vulkans gelöst hat und über die darauffolgenden 17 Jahre so viel Gas in eine innere Kammer geströmt ist, dass dies im August 79 n. Chr. zum Ausbruch des Vulkans geführt hat. Als Folge davon wurde die Stadt unter einer bis zu 25 Meter hohen Schicht aus glühend heißer Asche begraben. Was für die Bewohner maximal ärgerlich, weil tödlich war, hat sich für die Archäologen im Nachhinein als Glücksfall erwiesen. Denn dadurch wurde der darunterliegenden Schicht sämtlicher Sauerstoff entzogen und alles wurde konserviert. Noch immer sind nicht alle Bereiche der Stadt freigelegt, aber schon jetzt hat man einen umfassenden Überblick über die Lebensweise, den Entwicklungsstand und die Kultur der damaligen Bevölkerung.

Wir starten um 14:00 Uhr in einer zwölfköpfigen Gruppe, um uns in den nächsten zwei Stunden die wesentlichen Highlights anzuschauen. Abgesehen davon, dass die gesamte Szenerie krass beeindruckend ist, liefert der Guide einen echten Mehrwert, da sich viele Dinge auf den ersten Blick nicht so erschließen. Wir lernen viel über das tägliche Leben, die Bäderkultur, die Wasserversorgung und die Verkehrsregulierung. Mein Highlight ist der Imbissstand am Wegesrand.

Nach Abschluss der Führung ziehen wir noch alleine circa zwei Stunden durch die Anlage und bewegen uns Richtung Ausgang, der direkt bei unserer Unterkunft liegt. Den Abschluss bildet das große Amphitheater, welches im Gegensatz zu dem Grand Theatre von gestern nicht mehr ganz so gut erhalten ist, aber doch ein Gefühl dafür gibt, wie dort früher gelebt wurde. Wenn man sich im Innenraum befindet und die Ränge hinaufschaut, möchte man hier nicht Gladiator gewesen sein.

Für den Abend ziehen wir wieder Richtung Innenstadt in die Via Sacra, wo wir gestern spät am Abend noch mal waren. Diese Straße wird in den Sommermonaten ab 20:00 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt, die Gastronomie stellt Tische auf die Straße und es herrscht eine ausgelassene Atmosphäre.

Aperitif, Abendessen, Feierabend. Morgen geht es weiter nach Sorrent.

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